Auf geht’s…

Auf geht’s…

Ausschleichen – 1. Woche

Meine Therapeutin und ich haben uns gedacht, dass das Frühjahr eine gute Jahreszeit ist, um das Antidepressivum abzusetzen, welches ich nun seit 1,5 Jahren nehme. Ich bin froh darüber. Es ging mir die ganze Zeit total gegen den Strich, dass ich es nehmen musste. Die Notwendigkeit habe ich zwar eingesehen und es ging mir ja auch wirklich deutlich besser damit, aber ich bin und bleibe eine Kräuterhexe. Wenn es irgendwie geht, verzichte ich gerne auf chemische Medikamente

Der Wirkstoff Citalopram ist zwar relativ gut verträglich, aber in der Eingewöhnungszeit hatte ich dann doch mit ein paar Nebenwirkungen zu tun. Deshalb werde ich es langsam ausschleichen lassen und hoffe, dass die Absetzsymptome an mir vorüber gehen. Auf Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Herzklopfen oder Muskelzuckungen kann ich dankend verzichten. Da ich aufgrund der Corona-Krise zurzeit in Homeoffice arbeite, laufe ich wenigstens nicht Gefahr meine Kollegen anzubrüllen. Mein Mann verkraftet das bestimmt besser.

Außerdem habe ich beschlossen, den Prozess mit Ausdauersport zu begleiten.

Ich bin eigentlich immer gerne gelaufen. In letzter Zeit konnte ich mich allerdings nicht dazu aufraffen. Ich weiß auch nicht, was das immer ist mit dem Sport. Man weiß genau wie gut er tut und trotzdem kämpfe ich in den letzten Monaten extrem gegen den inneren Schweinehund an und verliere immer. Den ganzen Winter konnte ich mich höchsten zu Qi Gong aufraffen. Kein Wunder, dass ich so viel häkeln konnte.


Heute ist Tag 5, an dem ich weniger Wirkstoffe nehme. Ich bin zwar ziemlich müde, aber das muss ja nicht am „Entzug“ liegen. In meiner Mittagspause war ich laufen. Noch so ein Vorteil von Homeoffice mit gleitender Arbeitszeit. Man kann mitten am Tag laufen. Das kommt mir sehr entgegen. Oft habe ich nach einem Arbeitstag einfach nicht mehr die Energie für Sport. Lege ich die Aktivität mitten in den Tag, fällt es mir leichter – auch das Arbeiten funktioniert dann besser. Ich habe zwar aufgrund meiner Erkrankung meine Arbeitszeit etwas reduziert, aber auch 7 Stunden fallen mir schon mal recht schwer. Wenn ich jedoch zwischendurch mal durch den Wald laufe, funktioniere ich danach wieder deutlich besser.

Ich hoffe es läuft weiterhin so gut…

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„Kämpfe nicht gegen dich selbst, sondern richte dich in dem Leben ein, das dich froh macht.“

Anne Gesthuysen

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