Corona geht mir auf die Nerven!

Corona geht mir auf die Nerven!

Corona geht mir nur noch auf die Nerven! Im Augenblick habe ich eine ausgesprochen niedrige Toleranzschwelle. Ja, ich weiß, ich jammer auf hohem Niveau! Zum Glück ist keiner meiner Lieben erkrankt und mein Einkommen ist sicher. Außerdem habe ich einen tollen Garten und kann mich dort stundenlang aufhalten. Ja, ich weiß!

Aber ich fühle mich eingesperrt und meiner Entscheidungs- und Meinungsfreiheit beraubt, dazu fühle ich mich manipuliert, fremdbestimmt und verunsichert. Ich bin frustriert und total unmotiviert. Je länger dieser Ausnahmezustand anhält, desto schwerer fällt es mir mich aufzuraffen. So langsam hat mein Hintern die Form meines Sofas! Corona macht depressiv!

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Die Lockerungen machen es nicht besser!

Haben es die Lockerungen für dich besser gemacht? Also für mich persönlich ist rein gar nichts besser geworden. Ich werde schon aggressiv, wenn ich diese verhasste Maske aufsetzten muss. Das Atmen fällt mir total schwer, vermutlich weil sich in mir alles dagegen wehrt. Sofort springen meine Alarmsignale an und meine innere Stimme brüllt immerzu: Hilfe! Ich bekomme keine Luft! Hilfe! Ich atme meinen eigenen Müll ein! ICH WILL DAS NICHT!

Egal was man machen möchte, ob es eine Verabredung mit einer Freundin ist, ein Essen in einem netten Restaurant, ein Cappuccino in einem Straßenkaffee oder ein Besuch im Zoo, im Kino, im Theater, im Fitnessstudio – nichts kann man einfach mal machen. Man muss immerzu überlegen: Darf ich das? Geht das überhaupt? Und wenn ja, wie geht es?

Und dann dieses ganze Theater um alles und jedes! Überall muss man anstehen, warten, Regel befolgen, an Markierungen entlanggehen, Abstand halten, bloß nichts anfassen!

Arbeiten in Homeoffice ist auch nur begrenzt erträglich. Vor Corona war ich bereits an drei Tagen pro Woche im Homeoffice. Das war ein wirklich gutes Maß. Da ich zum Glück super Kollegen habe, bin ich gerne ins Büro gefahren. Es war eine willkommene Abwechslung in meinem ziemlich eintönigen Job. Jetzt sitze ich fünf Tage die Woche hier in meinem kleinen Arbeitszimmer am Rechner und arbeite stumpfsinnig vor mich hin. Ein Tag ist wie der andere. Wie mich das nervt!

Zum Glück Urlaub?

Nun haben mein Mann und ich zum Glück Urlaub. Eigentlich wollten wir zum Wandern in die Toskana.  Gut, das geht jetzt nicht, das ist eben Pech. Das machen wir dann halt ein anderes Mal. Wir haben uns vorgenommen viele schöne Dinge zu unternehmen und ich habe mich daher trotz allem auf den Urlaub gefreut. Aber inzwischen fühle ich mich total antriebslos. Dieser anhaltende Corona-Wahnsinn mit seinen gesellschaftlichen Folgen lähmt mich und ich fühle mich so unzufrieden, dass ich auf nichts mehr Lust habe. Ich stelle selber fest, dass ich mich immer weniger bewege und mich eindeutig mehr gehen lasse. Ich glaube, meinem Mann geht es ähnlich.

Deshalb haben wir beschlossen nächste Woche drei Tage in die Eifel zu fahren, machen also einen Kurzurlaub vor der Haustür. Egal, die Hauptsache raus! Ich brauche ganz dringend einen Tapetenwechsel, irgendetwas, was mich wachrüttelt und mich aus diesem merkwürdigen Zustand rausholt. Wir müssen etwas für uns tun!

https://majonb.de/2020/05/11/auszeit/

https://www1.wdr.de/radio/1live/

4 Comments

  1. Genauso geht es mir auch !!!!!
    Ich hoffe so sehr, dass die Grenzen aufgemacht werden und wir unseren KroatienUrlaub trotz Corona machen können.
    Mir fällt die Decke auch auf den Kopf – ein Tapetenwechsel wäre bestimmt gut. Ein kleines Ferienhaus am Meer ohne eine Menschenseele und somit ohne Maskenpflicht wäre wirklich Seelenbalsam.

    Habt ein paar schöne Tage in der Eifel und lasst es Euch gut gehen!

  2. Ich glaub es geht uns allen so! Aber ich vermute auch mal, dass wir uns mit diesem Virus irgendwie arrangieren müssen. Es wird nicht mehr verschwinden! Es bleibt wie die Grippe und auch Sars Cov 2! Die erste Panikwelle ist vorbei, wir hier hatten Glück. Es sind bisher weniger Menschen an Sars Covid 9 gestorben als an der Grippewelle vor 2 Jahren. Vielleicht wehren wir uns ja auch genau deshalb so gegen diese ganzen Regeln und Einschränkungen, weil wir hier diese Bedrohung nicht erleben. Ja, auch mir fällt die Decke auf den Kopf, ich bin traurig und wütend, dass ich mich nicht mit meinen Freundinnen treffen kann wann und wie und wo ich will! Aber eins ist für mich auch klar: Ich will nicht zu denen gehören, die krank werden! Ich hoffe auch noch immer auf einen Campingurlaub in Oropesa!

    • Hallo Steffi,
      unser aller Leben wurde ordentlich auf den Kopf gestellt! In der ersten Panikwelle haben die Meisten auch viel Verständnis dafür aufgebracht und auch ich fand die Maßnahmen okay. Schließlich wusste man nicht womit wir es zu tun haben. Die Bilder, erst aus Italien und dann aus anderen Teilen der Welt, waren ja auch total erschreckend! Trotzdem sollte man immer kritisch und wachsam bleiben. Die Medien haben eine unglaubliche Macht! Man muss gar nicht die Unwahrheit verbreiten, man muss nur eine geschickte Auswahl treffen, welche Information gesendet wird und welche nicht. Bilder können falsche Tatschen widerspiegeln, wenn man aus dem entsprechenden Winkel fotografiert oder filmt. Dann sieht es zum Beispiel ganz schnell so aus, als würden Demonstranten zu dicht beieinander stehen und sich nicht an die Abstandsregeln halten, obwohl das nicht stimmt. Und mit der Beweis- oder Aussagekraft von Statistiken möchte ich erst gar nicht anfangen. Wissen wir, was in den an schlimmsten betroffenen Regionen wirklich passiert ist? Was ich damit sagen will, lass dich nicht verrückt machen! Höre auf deinen Bauch, auf deinen gesunden Menschenverstand und bleib immer kritisch, dann tust du schon das Richtige. Inzwischen ist das Treffen von Freunden zum Glück ein Stück weit wieder möglich. Man kann nur hoffen, dass es jetzt schnell lockerer wird. Ich drücke dir fest die Daumen für den Campingurlaub!

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